Mit dem Rad aus Marl (NRW) nach Santiago de Compostela ... und noch darüber hinaus (Angezeigt werden auf der ersten Seite nur die aktuellsten Beiträge, ältere sind über das Archiv oder das Land abrufbar)
Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 5. Mai 2025
Dreißigste Etappe
Berge haben es so an sich, dass sich die Wolken aufstauen und abregnen. Von Beginn der heutigen Fahrt an bis zum Mittag zog es sich mit dem Regen hin. Der höchste Punkt war die Passhöhe kurz vor Roncevalles. Ab hier wurde es mit dem Regen besser, dafür wurde es erheblich kälter, es waren 5°! Ich zog meine Handschuhe an. Am Kloster in Roncevalles gibt es ein Touristenbüro, dort habe ich einen Stempel erhalten und mich nett auf deutsch unterhalten. Danach ging es in der Regel nur noch abwärts. Das Quartier in Pamplona ist im 8. Stock eines Hochhauses. Das Fahrrad steht in einem Kellerraum und wird dort aufgeladen.
Die Restreichweite meines Akkus betrug am Ziel (im Ecobetrieb: 1 km!). Ich war aber auch zwischendurch immer wieder sparsam.
Sonntag, 4. Mai 2025
Neunundzwanzigste Etappe
Heute geht es in die Pyrenäen. Also werden die ersten guten Steigungen auf mich zukommen. Es war genau so, an einigen Stellen hieß es absteigen und schieben. Das Wetter entwickelte sich zum schlechteren. Erst blauer Himmel und warm, dann wurde es schwül und als ich am Ziel in St. Jean Pied de Port ankam, brach ein Gewitter los. Ich hatte das Glück, das Rad erst noch durch die Altstadt schieben zu können und mein Quartier aufzusuchen. Dann brach der Regen los. Für morgen sieht der Wetterbericht auch nur Regen vor und ich habe vor Pamplona kein Quartier über das Netz gefunden. Die Aussagen zur Entfernung sind ganz unterschiedlich, Chat GPT sagt, es werden 75 km, Komoot spricht von 95 km. Ist schon wichtig, denn es liegen einige Berge dazwischen und ich muss auf über 1.00m rauf.
Kurz vor St. Jean sah ich dann ganz viele Pilger, fast alle zu Fuß. In der Stadt boten etliche Vermieter Zimmer oder auch nur Betten in Schlafsälen für die Nacht an.
Samstag, 3. Mai 2025
Achtundzwanzigste Etappe
Es war mir klar, dass heute die längste Etappe der Tour ansteht. Dementsprechend früh stand ich auf und war schon um 8 Uhr beim Frühstück. Das französische Frühstück ist einfach nicht vergleichbar mit einem Frühstück in einem deutschen Hotel. Ich folgte weiterhin dem EV3, was mich dann zu großen Umwegen führte, wenn man sich die einfache Streckenlänge ansieht. Dafür ist dieser Weg so problemlos wie möglich ausgeschildert worden. Natürlich gibt es auch hier Steigungen, aber auf dem direkten Weg muss man mit viel befahrenen Straßen und großen Steigungen rechnen. Außerdem führt der direkte Weg auch nicht an besonders eindrucksvollen Stellen vorbei.
Auch auf dieser Strecke waren Erfrischungsmöglichkeiten Mangelware. 7 km vor dem Ziel war das erste Mal die Möglichkeit, eine Cola zu trinken. Die eigene Wasserflasche war schon eine Weile geleert, ich merkte, dass ich dehydriert war. Bei einer Tour mit der Radfahrtruppe "Stramme Kette" wäre vielleicht der Ausdruck "unterhopft" gefallen. Aber auf einer solchen Strecke Bier zu trinken wäre mehr als fahrlässig. Während dieser Pause zog ein Gewitter auf. Da hatte ich mal wieder ganz viel Glück.
Unterwegs sah ich auf einer Stromleitung für die Bahn Storchennester.
Sehr geärgert habe ich mich über eine Baumfällung mitten auf dem Weg. Das Holz war zum Teil gesägt, es war aber einfach liegen geblieben. Vorbei kam ich auch nicht, also musste ich das Fahrrad abladen und alles - inklusive Fahrrad - über die Holzreste tragen. Bei schwülem Wetter und 26 Grad machte das besonders viel Spaß!
Freitag, 2. Mai 2025
Siebenundzwanzigste Etappe
Die Tour heute begann mit gutem Wetter und endete im Regen. Aber der Regen begann erst, als ich mein Ziel in Dax erreicht hatte. Dort kam ich gegen 14 Uhr an, das Hotel konnte ich aber erst ab 17 Uhr beziehen. In der Nähe gibt es ein Restaurant mit Tapas. Den ersten auf dieser Tour, mal sehen wieviele Tapas-Restaurants jetzt noch folgen werden. War sehr lecker. Im Anschluss schob ich mein Rad noch durch die Altstadt und besorgte mir im Touristbüro einen Stempel. Es hatte tagelang keine Möglichkeit gegeben, einen zu erhalten. Entweder waren die Büros noch zu, weil es zu früh war oder es war Mittagspause oder Feiertag. In den Kirchen habe ich auch niemanden angetroffen, der mir helfen konnte.
An einer Kirche hatte ich auf einem Grabstein eine Schlange gesehen. Bis ich mein Handy soweit hatte, ergriff sie schon die Flucht. Sie ist aber noch zu erkennen. Ich habe keine Ahnung, um was für eine Schlange es sich handelt. Als sie sich schnell bewegte, ging ich auch stiften.
Donnerstag, 1. Mai 2025
Sechsundzwanzigste Etappe
Nach einem guten Frühstück ging es wieder zurück auf den EV3. Meine Unterkunft lag ca. 8 km südlich der Strecke. Es ging weiter auf einer alten Bahnstrecke. Diese war aber über 40 km nicht ausgebaut, es ging über Schotter, Schlamm und Wege mit Treckerspuren. Bei dem ganzen Geruckel merkte ich auf einmal, dass ich in meinem neuen Hinterrad eine Unwucht habe. Sofort habe ich das Rad auf den Kopf gestellt und mir den Schaden angesehen. Zum Glück war keine Speiche gebrochen. Aber ALLE Speichen waren locker! Zum Glück hatte Beate beim Austausch des Hinterrades auch das passende Werkzeug für Folgeschäden mitgebracht. Mit dem Speichenspanner habe ich dann sämtliche Speichen nachgezogen - und die Unwucht war wieder weg! Ich werde jetzt verstärkt darauf achten und die Speichen immer wieder kontrollieren und nachziehen.
Zwischendurch gab es mal ein wenig Regen, aber ich habe mich nur 30 Minuten unterstellen müssen. Ich habe in Labastide de Armagnac angehalten und mir den alten Stadtkern angesehen. Am großen Platz war die Jahreszahl 1195 verzeichnet. Es gibt hier unendlich viele alte Gebäude.
Außerdem bekam ich die erste Stierkampfarena zu Gesicht. In Frankreich wird der Stier beim Kampf nicht getötet, es geht darum, eine Plakette von der Stirn des Stieres zu bekommen.
Mittwoch, 30. April 2025
Fünfundzwanzigste Etappe
Nach einem Frühstück mit Baguette, Marmelade und Croissant ging es wieder an dem Kanal entlang. Nach einiger Zeit ging der Weg ab, am Kanal entlang wäre ich nach Toulouse und später an das Mittelmeer gekommen. Ist nicht die richtige Richtung. Die heutige Unterkunft liegt irgendwo im Nirgendwo. Der Vermieter ist ein sehr netter, siebzigjähriger Mann, der das Haus als Altersversorgung für sich gekauft hat. Ich habe mich hervorragend mit ihm auf Englisch unterhalten können. Er kann auch ein wenig Deutsch, da er als gebürtiger Belgier dies in der Schule lernen musste. Ich wurde eingeladen, mit ihm gemeinsam zu Abend zu essen. Rundherum ist hier ansonsten aber auch nichts, der nächste Ort ist bestimmt 10 km entfernt. Frühstück gibt es morgen auch.
Auch hier gibt es wieder unglaublich viele mittelalterliche Orte und Bauten.
Dienstag, 29. April 2025
Vierundzwanzigste Etappe
Die Fahrt heute ging fast die ganze Zeit an einem alten Kanal entlang, der Mittelmeer und Atlantik miteinander verbindet. Am Rande stehen alte Platanen, das Wasser ist recht klar, ich habe einige Male Fische stehen sehen. Einige Kilometer vor dem Tagesziel kam ich zu einem Restaurant, fast einem Biergarten, am Kanal. Es war das erste Mal seit langem, dass es solch einen Ort gab, der dann auch noch geöffnet hatte. Ich habe dort versehentlich die Aufzeichnung der Fahrt über Komoot beendet. Deshalb gibt es heute zwei Karten.
Die Unterkunft heute ist ein altes Herrenhaus mit entsprechender Möblierung.
Montag, 28. April 2025
Dreiundzwanzigste Etappe
Das Wetter ist herrlich, ich fuhr in kurzärmligen Hemd und kurzer Hose. So wollte ich es schon länger haben, statt dessen trug ich Sweatshirts. Die Route ging über Bordeaux. Der direkte Weg wären unter 40 km gewesen, die Euroveloroute 3 macht aber viele Schleifen. So auch über Bordeaux. Diese Stadt hat mich nicht begeistert. Es wird sehr viel gebaut, Wohnungsbau im Würfelstil. Alles nur eckige Würfelbauten. Dafür werden alte Stadtteile abgerissen. Ich habe die Tour dann noch um 40 km abgekürzt, die Planung war nicht gut. Ich hätte heute sonst über 120 km gefahren und das wollte ich nicht.
Die Sonne scheint so herrlich, dass ich mich zwischendurch auch mal eincremen musste. Sicherheitshalber. Gut wäre es nur gewesen, wenn ich nicht nur den Helm, sondern auch noch die Brille abgenommen hätte, als ich den Kopf eincremte. Schön blöd.
Der Blick auf die Altstadt von Bordeaux gibt auch nicht viel her.
Sonntag, 27. April 2025
Zweiundzwanzigste Etappe
Endlich spielt das Wetter wieder mit. Nach 30 Minuten hatte ich die Jacke, nach 60 Minuten auch das Sweatshirt ausgezogen. Die Sonne kommt immer wieder zwischen den Wolken hindurch. Leider gibt es noch immer überflutete Stellen, ich fuhr durch Pfützen und Umwege. Einmal kam ich nur durch ein Freizeitgelände wieder an die Straße. Dafür führte mich der Weg nach St. Émilion, der Hauptstadt, der Königin, des Rotweins. Hier war es auch touristisch ordentlich voll. Ein Quartier hier ist preislich nicht zu empfehlen. Mein Quartier liegt 20 km vor Bordeaux, auch hier ist es schon erheblich teurer als auf dem Land in den Nächten davor.
Samstag, 26. April 2025
Einundzwanzigste Etappe
Das Wetter war nicht berauschend, fast die ganze Zeit Nieselregen. Nach Aussage des heutigen Vermieters soll es das aber mit dem schlechten Wetter gewesen sein. Der Frühling kommt zurück. Ich warte darauf. Heute war nur einmal eine übeflutete Stelle auf dem Radweg. Zum Glück war aber die Möglichkeit gegeben, das Fahrrad außen herum zu schieben. In einem kleinen Dorf war eine Kirche geöffnet. 12. Jahrhundert. Es ist unglaublich, wieviele alte Gebäude es hier gibt. Die ersten im Garten wachsenden Kakteen habe ich auch schon fotografiert. Hier scheint es keinen Frost zu geben.
Freitag, 25. April 2025
Zwanzigste Etappe
Die gestrige Übernachtung war einmalig. Isabelle und Didier sind hervorragende Gastgeber. Ich wurde zum Abendessen und zum Frühstück eingeladen. Es gab eine sehr gut schmeckende Kräutersuppe, danach ein Omelette mit Bratkartoffeln und Salat. Dazu einen hervorragenden Rotwein. Am nächsten Morgen war der Himmel strahlend blau, es wurde warm und die Fahrt war zuerst kein Problem. Es ging die meiste Zeit bergab. Kurz vor Angoulême geht der Weg an einem Fluss entlang, der Hochwasser führte. Zwischendurch war ein Stück gesperrt, das konnte ich locker umfahren. Später ging der Weg durch einen Wald am Fluss entlang. Zuerst tauchten Pfützen auf, durch die ich locker aber langsam hindurchfahren konnte. Einmal kam eine lange Pfütze von ca. 50 m. Die wurde dann aber auch noch so tief, dass meine Hosenbeine bis kurz vor den Knien nass wurden. Nicht schön! Und ausweichen war nicht möglich.
Zwischendurch hatte ich noch eine Turmruine aus dem 12. Jahrhundert besucht.
Ich übernachte in einem Hotel, dass zu einem Universitätskomplex gehört. Normalerweise wohnen hier Studenten in den Apartements, aber manchmal werden Zimmer auch an fremde Gäste für wenig Geld vermietet.
Donnerstag, 24. April 2025
Neunzehnte Etappe
Kein Regen, nur bewölkter Himmel mit vereinzelten Sonnenstrahlen. Ich bin bei sehr netten Gastgebern untergekommen. Das Bett, das für mich vorgesehen war, ist für nicht ganz so lange Menschen gebaut worden. Die Länge beträgt nur 180 cm. Daraufhin wurde ganz viel umgeräumt und ich bekam ein Zimmer mit zwei nebeneinander stehenden Betten von 2 Meter Länge. Ich wurde für den heutigen Abend zum Essen eingeladen. Die Kommunikation erfolgt mit Händen und Füßen, ist aber erfolgreich.
Die Fotos zeigen alte Waschhäuser hier in der Gegend. Einmal umgebaut mit einer britischen Telefonzelle, in der Bücher abgegeben werden und einmal als restauriertes Objekt.
Mittwoch, 23. April 2025
Achtzehnte Etappe
Dauerregen! Starker Wind! Natürlich von vorne! Die heutige Etappe war eine einzige Qual. Es ging bei dem Mistwetter ständig auf und ab. Da ich ja eine kürzere Route geplant hatte, nutzte ich den Motor an den Steigungen mal aus. Ich stellte doch tatsächlich zwischendurch an den Steigungen auf Tour, nicht mehr auf Eco. Als die zweite von 4 Stufen. Da ich den ganzen Tag den Regenponcho anhatte und der über das Lenkrad gezogen war, hatte ich kaum einen Blick auf die Restreichweite geworfen. Als ich dann 21 km vor dem Ziel unter einem großen Baum eine Rast machte, stellte ich mit Erschrecken fest, dass ich auf Eco noch 7 km Restreichweite habe. Also jetzt so sparsam wie möglich fahren, das meiste per Muskelkraft und an Steigungen lieber absteigen und schieben. Trotz alledem ging der Akku dann kurz vor dem Ziel dann doch in die Knie. Ich stand in meinen nassen Regensachen wie ein begossener Pudel vor dem Haus meiner Airbnb-Gastgeber. Nur gut, dass ich das Fahrrad in der Garage parken und meine nassen Sachen dort zum Trocknen aufhängen konnte. Es versteht sich von selbst, dass ich bei dem Mistwetter keine Fotos gemacht habe. Im übrigen hätte es auch nur ein lukratives Motiv gegeben, eine alte Burgruine, auf die ich direkt zufuhr.
Dienstag, 22. April 2025
Siebzehnte Etappe
Das Wetter hat mich heute nicht im Stich gelassen. Bewölkt und grau, aber trocken. Die Strecke führte über Land, es gab nur Landschaft zu sehen. Bauernhöfe, Wiesen, Felder ... Es war so wenig los, dass ich nicht mal ein Foto machte.
Montag, 21. April 2025
Sechzehnte Etappe
Das Wetter meinte es heute wieder besser mit mir. Es hat nicht geregnet, es war nur windig und zwischendurch bekam ich doch tatsächlich auch mal ein paar Sonnenstrahlen ab. Die Strecke war kürzer als in den letzten Tagen. Dafür konnte ich erst um 18 Uhr einchecken. Somit ließ ich mir ganz viel Zeit, habe zwischendurch ein paar alte Kirchen besichtigt. Die Strecke morgen wird dafür wieder etwas länger.
Diese beiden Hinweisschilder haben mich dann doch sehr verwirrt. Die Entfernung zwischen den Schildern betrug etwa 40 km, laut Beschilderung sind es aber etwa 150 km weniger. Wenn das so weiter geht, bin ich schneller am Ziel als gedacht.
Sonntag, 20. April 2025
Fünfzehnte Etappe
Heute gab es fast den ganzen Tag Regen. Die erste Stunde war es nur erhöhte Luftfeuchtigkeit, danach aber ging nichts mehr ohne Regenponcho. Mein Handy reagiert ganz empfindlich auf Feuchtigkeit, es zeigte immer wieder an, dass Wasser im USB-Anschluss ist und dementsprechend das Aufladen aus Sicherheitsgründen deaktiviert ist. Das passte sehr gut kurz von der Ankunft an meiner heutigen Unterkunft. Der Akku hatte eine Spontanentladung, ich sah zu, wie die Ladungsprozente gegen Null gingen. Ich stand unter einer Brücke und versuchte den USB-Anschluss zu trocknen. Nach einiger Zeit und einigen Taschentüchern konnte ich wieder etwas aufladen und meine Unterkunft ansteuern. In den hochtechnisierten Zeiten von heute habe ich mir die Adresse natürlich nicht aufgeschrieben, ist doch alles im Handy gespeichert.
In der Kathedrale von Tours habe ich mir wieder einen Stempel geben lassen. Danach habe ich die Loire verlassen und bin in Richtung Süden gefahren. Das wird in der nächsten Zeit meine Hauptrichtung sein, bis ich in Spanien wieder in Richtung Westen fahren werde.
Samstag, 19. April 2025
Vierzehnte Etappe
Heute ging es weiter an der Loire entlang. Zuerst kam Orleans, eine alte Stadt mit alter Kathedrale. Dort konnte ich mir wieder einen Stempel holen. Die Kirche war stockdunkel, logisch: es ist Karsamstag. Die Besichtigung lohnte deshalb nicht.
In Beaugency schob ich mein Rad über den Wochenmarkt zum Office de Tourisme. Der junge Mann hinter dem Schalter bemühte sich Deutsch mit mir zu sprechen, er lerne es jetzt der Liebe wegen, zu einer Frau aus Stuttgart.
Kurz vor Blois sah ich auf der anderen Seite des Flusses den Campingplatz, auf dem Beate und ich im letzten Frühjahr ein paar Tage verbracht haben.
Zwischendurch hatte ich in einer Snackbar, schon bald ein Restaurant, an der Loire ein Mittagstischmenü vom Feinsten genossen. Als Vorspeise einen frischen Salat mit grünem Spargel, als Hauptgericht Rindfleisch in Rotweinsauce mit hausgemachten Pommes und als Nachtisch einen warmen Schokoladekuchen mit flüssiger Füllung und Sahne. Alles sehr, sehr lecker. Das dicke Ende kam dann noch: Genau diese Zeit, die ich mit dem Essen verbrachte, habe ich dann anschließend im Regen fahren dürfen. Zum ersten Mal kamen die Regensachen zum Einsatz, ich will sie ja auch nicht umsonst mitnehmen.
Freitag, 18. April 2025
Dreizehnte Etappe
Bei allerbestem Wetter ging es heute ganz gemächlich weiter. Die Strecke heute ist nicht so lang. Zwischendurch habe ich mir in einem Office de Tourisme noch einen Stempel holen können. Erstaunlicherweise ist der Karfreitag in Frankreich wohl nicht überall Feiertag. Zum Teil haben die Geschäfte geöffnet, andere haben geschlossen.
Die Loire ist weltberühmt für ihre vielen Schlösser (von Burgen, nicht von ABUS). Eines davon lag direkte an der Piste, es war einfach nicht zu übersehen.
Bei der Abfahrt in Briere musste ich mit dem Rad über die Loire. Neben mir fuhr ein Schiff über die selbe Brücke. ich war zu Fuß, das Rad schiebend, schneller als das Schiff.
Donnerstag, 17. April 2025
Zwölfte Etappe
Die heutige Tour ging immer am Kanal entlang. Unzählige kleine Schleusen, noch mehr Fischreiher die ich aufschreckte, und im Hintergrund ganz viel Vogelgezwitscher. Oft war auch ein Kuckuck zu hören. Idylle pur. Als ich in Briare, an der Loire, ankam, wollte ich mir in der örtlichen Kirche einen Stempel holen. Den habe ich dort leider nicht bekommen. Aber in dem Augenblck, in dem ich die Kirche betrat, begannen 3 Musiker vor dem Altar mit E-Piano und 2 Querflöten eine Probe für Ostern mit dem Stück "Ave Maria". Gänsehaut pur! Es klang in der Kirche einfach wunderbar. Mit mir waren noch 4 andere Besucher in der Kirche, die ebenfalls ganz andächtig lauschten.
Meine Unterkunft heute ist einmalig, ein umgebauter Zirkuswagen.
Mittwoch, 16. April 2025
Elfte Etappe
Nach einer gemeinsamen Nacht im Wohnmobil ging es nach dem Frühstück wieder los. Das Hinterrad macht einen sehr guten Eindruck. Es läuft und läuft und läuft. Die Fahrt ging lange Zeit an der Seine entlang, dann an Kanälen entlang in Richtung Nemours. Ich habe mich in einem F1-Hotel einquartiert. Einfach, aber sehr preiswert. Das Fahrrad habe ich mit auf das Zimmer genommen, es gibt keine sichere Abstellmöglichkeit am Hotel. Ich habe es schon in Holland erlebt, dass wir unsere Fahrräder in Konferenzräumen oder auf einer Theaterbühne abgestellt haben, aber es ist das erste Mal für mich, dass ich mein Rad mit auf das Zimmer nehme.
Abonnieren
Posts (Atom)
Ein wenig Statistik
Ich habe eine Tabelle erstellt, in der die Etappen nachvollziehbar sind Die Kilometerangaben stimmen nicht unbedingt mit den Angaben aus K...
Die meistgelesenen Beiträge
-
Zusammen mit den Männern von der Strammen Kette ging die heutige Tour nach Olfen. Wir hatten fantastisches Wetter und eine gute Strecke.
-
Heute ist der große Tag! Nach 3.306 km (zumindest laut Tacho) habe ich die Kathedrale von Santiago de Compostela erreicht. Ich muss schon sc...
-
Gestern war ich nochmals am Cabo Fisterra, habe mir den letzten Stempel geben lassen. Kilometerstand 0,0. Heute kam Beate mit dem Wohnmobil...










































